Aktion LINKE GEGEN LEERSTAND in München

Trotz hoher Mieten und akuter Wohnungsnot stehen in München laut Mikrozensus rund 47.000 Wohnungen leer, das entspricht Wohnraum für fast 100.000 Menschen. DIE LINKE will diesen Leerstand nicht kommentarlos hinnehmen. Deswegen wurden gestern Nacht 45 leerstehende Häuser mit Plakaten beklebt, um auf den bestehenden Leerstand hinzuweisen (siehe Anhang und die dazugehörige Webseite linke-gegen-leerstand.de).

“Das ist die größte Sichtbarmachung von Leerstand, die es in München je gegeben hat”, kommentiert Dr. Theo Glauch, Landtagskandidat und Mitglied im Landesvorstand der bayerischen LINKEN dazu. “Leider trauen sich die anderen Parteien – inklusive der rot-grünen Stadtratsmehrheit – nicht, sich mit den Investoren anzulegen. Wir wollen mit unserer Aktion jetzt den Druck erhöhen. Leerstand darf sich nicht lohnen.” Betroffen von der Aktion sind insgesamt 45 leerstehende Häuser in 6 Stadtteilen.

Christian Schwarzenberger, Sprecher der AG Mieten, & Wohnen, erklärt: “Die Gründe für den Leerstand sind vielfältig: Immobilienspekulation, Erbstreitigkeiten, Verfall zur Umgehung des Denkmalschutzes oder einfach nur Nutzung für touristische Zwecke. Die Gemeinsamkeit: Profite stehen über den Interessen der Allgemeinheit. In vielen dieser Fälle haben sich die Bodenpreise in den letzten Jahren vervielfacht. Das sind leistungslose Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit.”

Die bayerische LINKE hat konkrete Forderungen, um den Leerstand zu beenden. Adelheid Rupp, Landessprecherin und Spitzenkandidatin zur Landtagswahl dazu: ”Zuerst einmal fordern wir eine systematische Erhebung des Wohnungsleerstandes, zum Beispiel über die Stromzählermethode. Für Leerstände, die länger als 6 Monate dauern, fordern wir eine Leerstandsabgabe von monatlich 10 Euro pro Quadratmeter. Bei jahrelangem Leerstand muss auch die Beschlagnahmung und die Instandsetzung auf Kosten der Eigentümer möglich sein.”

Weitere Leerstände können uns gemeldet werden unter leerstand@die-linke-muc.de